Gewinnspiel zum DVD-/Bluray-Start von "Ironclad - Bis zum letzten Krieger"

Ein Film, so interessant und brutal wie das Mittelalter selbst!

Dass es im Mittelalter, insbesondere auf den Schlachtfeldern, durchaus brutal zur Sache ging, ist kein Geheimnis. Blut, Schweiß und abgetrennte Gliedmaßen waren nun einmal unvermeidbar, wenn bewaffnete Krieger mit Schwertern, Äxten und Lanzen gegeneinander zu Felde zogen. Die hohe Kunst des Schwertkampfes, wie sie im Film “Ironclad – Bis zum letzten Krieger” zu sehen ist, birgt indes durchaus Geheimnisse – selbst für ambitionierte Schwertkämpfer unserer Tage!

Wer ein Faible für das Mittelalter im Allgemeinen, sowie für Schwerter und Tempelritter im Besonderen hat, aber von “Ironclad – Bis zum letzten Krieger” noch nichts gehört hat, der darf sich den Titel getrost einprägen. Im Gegensatz zu vielen anderen Independent-Produktionen, denen man nicht nur ihr geringes Budget, sondern oft auch mangelnde Fachkenntnis ansieht, wurde bei diesem Film sehr auf Authentizität geachtet. Die Gewandungen und Waffen entsprechen dem, was man heute als historisch akkurat bezeichnet. So entsteht – gepaart mit den wunderbaren, walisischen Kulissen – beim Schauen des Films jenes stimmige Gefühl, das für eine gute und glaubwürdige Atmosphäre essenziell ist.

Johann Ohneland – dafür mit Magna Carta

“Ironclad – Bis zum letzten Krieger” spielt im England des Jahres 1215. König Johann (Paul Giamatti), auch vielsagend als Johann Ohneland bekannt, sieht sich aufgrund des in den Jahren zuvor schwelenden und letztlich ausgebrochenen Adelsaufstands gezwungen, am 15. Juni 1215 sein Siegel unter die bedeutsame Magna Carta zu setzen, woraufhin die aufständischen, englischen Barone kurzfristig ihren Treueeid auf den König (Johann) erneuern. Tatsächlich aber beginnt nach wenig später wieder das, was den Adelsaufstand zuvor maßgeblich beeinflusst hatte: Die rücksichtslose Ausbeutung und Unterjochung der ihm unterstellten Ländereien, insbesondere entlang der Südküste Englands.

Seinen Streifzug zu den Adeligen, die ihr Siegel unter die Magna Carta gesetzt haben, führt König Johann aufgrund der vorhergehenden Geschehnisse mit äußerst harter Hand. Er sieht sich als der von Gottes Gnaden rechtmäßig bestellte Herrscher von England und fühlte sich als solcher von den aufständischen Adeligen erpresst, als es um die Unterzeichnung der Magna Carta ging. Auf seiner Mission, die “Erpresser” zur Rechenschaft zu ziehen, kreuzt ein kleiner Trupp von Tempelrittern seinen Weg, die Zeuge seiner gnadenlosen Wut werden und diese auch am eigenen Leib spüren. So kommt es, dass der mutige und charakterfeste Tempelritter Marshal (James Purefoy) eine kleine Gruppe von Rebellen formiert, die sich nach Rochester in der Grafschaft Kent begibt und die dortige, normannische Festung, Rochester Castle, besetzt.

Politische Ränkespiele

Das aufgrund seiner günstigen, strategischen Lage wichtige Rochester Castle erweist sich dabei für Johann schnell als Stolperstein. Nicht nur, dass sich der Herr über die Burg, Reginald de Cornhill, weigert, die Tore zu öffnen und zu kapitulieren, es kommt auch noch zu ersten Gefechten. So sieht sich König Johann genötigt, mit einem zahlenmäßig großen dänischen Söldnerheer gegen Rochester Castle zu ziehen – dass sich Johann dafür politischer Ränkespiele und gezielter Intrigen rund um den Papst bedient, bleibt natürlich nicht folgenlos. Die Eskalation der Ereignisse veranlasst einige Adelige, den französischen König Ludwig VIII um Hilfe zu rufen, während sich die Belagerung von Rochester Castle fortsetzt. Doch ob und wann diese Hilfe tatsächlich kommt, bleibt ungewiss. Eine Ungewissheit, die mit zunehmender Dauer der Belagerung auch zur Geduldsprobe wird.

In dieser annähernd ausweglosen Situation liegt es an den Rebellen unter Führung von Tempelritter Marshal, die Festung zu halten. Die echte Belagerung, die als Vorbild für “Ironclad – Bis zum letzten Krieger” diente, dauerte sieben Wochen und war zugleich eine der größten Belagerungen in England bis zu diesem Tag. Was im Film folgt sind erbarmungslose, blutige Kämpfe, welche die ganze Grausamkeit mittelalterlicher Schlachten schonungslos offenlegen. Der Fokus liegt dabei auch auf der Stimmung im Inneren der Burgmauern, auf den Gedanken und Gefühlen der Beteiligten. Wenn sich dann der junge Knappe das erste Mal unter Einsatz seines Lebens im Schlachtgetümmel wiederfindet, kann man das Gefühl der Verlorenheit und Verzweiflung, das ihn beherrschen muss, fast selber spüren.

Blut, Blut und noch mehr Blut

Nun mag der eine oder andere darüber erschrecken, wie deutlich die Gewaltdarstellung in diesem ab 16 Jahren freigegebenen Film ausfällt. Wenn sich das Blut literweise ergießt und reihenweise Gliedmaßen abgetrennt werden, denkt man aufgrund der expliziten Darbietung eher an einen Splatterfilm. Allerdings würde der Film ohne die schonungslose Darstellung eine Menge an Realismus und ein gutes Stück seiner düsteren Aura verlieren. Insofern kann, darf und muss man Jonathan English gratulieren, der als Produzent und Regisseur die Verantwortung für “Ironclad – Bis zum letzten Krieger” trägt: Für eine Independent-Produktion (weitgehend) ohne große Namen und großes Geld macht der Streifen eine Menge her. So kann man dann auch gerade so verschmerzen, dass die Handlung zwar auf einer wahren, historischen Begebenheit beruht, das Ende aber unter dem Motto “künstlerische Freiheit” steht.

Insbesondere für die unter Ihnen, die ein Faible für die Schwertkampfkunst haben, lohnt sich der Film. Denn viele der im Film gezeigten Schwertkampftechniken gehen auf historische Quellen, etwa die Schriften alter Meister, zurück. Während man sich hierzulande beim Kampf mit dem langen Schwert oft und viel auf die Deutsche Schule nach Liechtenauer bezieht, sind im Film auch andere Techniken, wie die der italienischen Meister Fiore Dei Liberi und Fillipo Vadi, zu sehen. Und obwohl diese Choreographien weit von den historisch nicht akkuraten Kampfszenen vieler großer Hollywood-Produktionen entfernt sind, mangelt es ihnen nicht an Spannung und Dramatik. Kurzum: “Ironclad – Bis zum letzten Krieger” kann sich sehen lassen!

Gewinnspiel

Anlässlich des aktuellen DVD-/Bluray-Starts von “Ironclad” verlosen wir unter allen Teilnehmern mit der richtigen Lösung zwei tolle Pakete, die vor allen Dingen die historisch Interessierten und die Schwertkämpfer unter Ihnen begeistern werden: Jedes Fanpaket besteht nämlich aus einem offiziellen “Ironclad”-Filmposter, einer “Ironclad”-DVD und dem Handbuch Schwertkampf*, erschienen im Wieland Verlag.

Unsere Gewinnspielfrage lautet:

Wo befindet sich das berühmte Rochester Castle?

a) in der Grafschaft Kent

b) im Herzogtum Sussex

c) im Fürstentum Hampshire

d) in der Mark Brandenburg

Um an der Verlosung teilzunehmen, senden Sie einfach bis zum 23. Oktober 2011 eine E-Mail mit dem Betreff “Ironclad” sowie der richtigen Lösung und Ihrer vollständigen Anschrift an:

gewinnspiele@supremereplicas.com

Ironclad – Bis zum letzten Krieger | Trailer deutsch

*Der englische Schwertkampf-Experte Guy Windsor leitet eine international bekannte Schwertkampfschule. In diesem Buch stellt er seine Lehr- und Trainingskonzepte für den Kampf mit dem langen Schwert vor. Die authentisch rekonstruierten Kampftechniken basieren auf den historischen Schriften der italienischen Meister Fiore Dei Liberi und Fillipo Vadi. Sie unterscheiden sich deutlich von den Techniken und taktischen Konzepten der sogenannten Deutschen Schule nach Liechtenauer. Guy Windsor hat ein verständliches Buch verfasst. Zahlreiche Fotos zeigen im Detail die Techniken und bilden eine optimale Anleitung für Einsteiger in den Schwertkampf oder fortgeschrittene Kämpfer. Viele Tipps aus seinem Erfahrungsschatz runden dieses wertvolle Standardwerk ab.

Rechtliches: Eine Barauszahlung und/oder ein Umtausch des Gewinns sind nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und selbstverständlich dürfen unsere Mitarbeiter nicht am Gewinnspiel teilnehmen. Alle eingehenden Daten werden ausschließlich für die Verwendung in Zusammenhang mit unserer Verlosung gespeichert und entsprechend den Regelungen des Datenschutzgesetzes vertraulich behandelt. Die Zustellung des Gewinns erfolgt auf dem Postweg ohne Gewähr. Eine einwandfreie Angabe Ihrer Daten ist Voraussetzung für die korrekte Zustellung des Gewinns.